Wir haben Nachwuchs

Zuerst einmal möchte ich um Entschuldigung bitten, dass es so lange keine Aktualisierung gab. Ich glaube, dieses unerwartet lange “Exil” schlägt uns doch langsam auf’s Gemüt.
Und der Tod von Fritz, schlechte Nachrichten aus Europa und den USA, steigende Fallzahlen hier … das Alles macht es nicht einfacher. 🙁
Aber nun geht es trotzdem weiter.

Seit dem 17. Oktober saß Cenicienta im Nest und brütete super zuverlässig. Schon 2 Tage vor dem erwarteten Schlupf hörten wir ein Piepsen im Nest. Nachdem Norbert ein Foto gemacht hatte, schlossen wir den Nestraum wieder um Cenicienta in Ruhe zu lassen.
Eine Stunde später schauten wir nochmal nach und fanden zu unserem Erschrecken das Küken hilflos piepsend allein in einer Ecke des Nests, während Cenicienta weiter auf den restlichen Eiern saß. Wir nahmen den armen Kerl mit ins Haus und legten ihn unter die Wärmelampe in Mauri’s Brutkasten. Am nächsten Morgen lebte er zwar noch und sah auch ein bisschen besser aus, aber konnte immer noch nicht selbst stehen. Wir gaben ihm den Namen “Piep-Piep”.
Wir legten ihn wieder ins Nest unter Cenicienta’s Federn, was sie auch problemlos akzeptierte. Leider fanden wir ihn trotzdem 2 Tage später tot im Nest.

Zur Erinnerung an ihn haben wir das neu renovierte “Kükenhotel” nach ihm benannt.

Die erfolgreich geschlüpften 3 Küken – ein weißes und zwei dunkelgraue – wachsen und gedeihen prächtig. Bei dem Weißen zeigten sich schon nach ein paar Tagen die ersten Flügelfederchen und ich ging von einer kleinen Henne aus. Wir gaben ihr den Namen “Blancanieve” (Schneewittchen). Die beiden Dunklen nennen wir “Pünktchen” und “Anton”, weil das Dunklere der Beiden einen ganz deutlichen weißen Fleck auf dem Kopf hat.

Auf diesem Foto sind sie erst zwei Tage alt.


Es war bald klar, dass die Beiden Dunklen schwarz-weiß gestreift (“gesperbert”), wie ihre Mama, werden würden.

Hier ein Bild der Eltern

Alle “Experten”, die ich in diversen Foren befragt hatte, haben mir versichert, dass die Beiden mit Sicherheit kleine Hähne seien, da eine “gesperberte” Mutter das “Sperber”Gen nur an ihre Söhne weitergeben würde.
Oh je! Wir hatten ja so gehofft, dass wenigstens das Dunklere eine Henne ist.

Mit 4 Wochen scharren und picken sie im Hof schon mit den Großen um die Wette.

Mittlerweile ist leider auch ganz klar, dass “Blancanieve” ein “Yeti”, also ein kleines Hähnchen ist. Also haben wir wohl 3 Hähne. Da wir nur einen behalten können, müssen wir versuchen, für die anderen beiden eine Bleibe zu finden – und hoffentlich nicht in einem Kochtopf. Aber das hat noch einige Wochen Zeit und bis dahin genießen wir die Dreierbande.

Yeti ist definitiv der Aufgeweckteste und Zutraulichste. Kaum gehe ich mit einem “Leckerlie” in den Garten springt er mir schon auf die Hand.
Während Yeti sich um die Futterbeschaffung kümmert, üben sich Pünktchen und Anton, unter Mamas Aufsicht, schon mal im Hahnenkampf.

Aber es geht natürlich auch friedlich.

Mama macht gemeinsam mit ihren Söhnen Siesta.

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