Geburtstagsreise

Zu Norbert’s Geburtstag sind wir ja normalerweise seit Jahren nicht zuhause. Da ja in diesem Jahr wohl Síquiman unser Zuhause ist, beschließen wir ein paar Tage wegzufahren.
Wir entscheiden uns für die “Reserva Natural Tres Piletas del Rio Quilpo”. Da waren wir vor ein paar Jahren schon mal und es hatte uns gefallen.

Naja, das mit den angesagten 2 Stunden ist von Herrn Google wieder sehr optimistisch kalkuliert, der ja die Straßenverhältnisse hier nicht zu kennen scheint.
Alleine für die letzten 15 km von San Marcos Sierras haben wir fast eine Stunde gebraucht.

Das “Hippie-Museum” haben wir nicht besucht – aber ein Foto muss doch sein.

Auf dem Weg haben wir aber erstmal in San Marcos eine Pause eingelegt.
Der Ort hat ca. 3000 Einwohner und den Ruf einer “Hippie-Kommune”. Tatsächlich hat sich San Marcos in den letzten Jahrzehnten zu einer Art “Aussteigerzentrum” für (oft) gut situierte Städter aus Buenos Aires, Santa Fe und Rosario entwickelt. Hier gibt es mittlerweile jede Menge Leute, die selbst hergestellten Käse, Marmeladen, Sirups und Honig anbieten. Im Stadtzentrum um den Plaza “Cacique Tulián” findet man einen Haufen Bioläden, Läden mit Kunsthandwerk, indischen Klamotten und Räucherstäbchen und natürlich Kneipen und Cafes.
Der Tourismus boomt selbst in diesen Zeiten.

Leider hat Norbert dieses Jahr ausgerechnet am Wochenende Geburtstag.
Und der “Geheimtipp” von der “Reserva Natural” scheint sich in den letzten Jahren gut rumgesprochen zu haben. Der Platz, und natürlich auch die schönsten Plätze am Wasser, waren brechend voll. Viele waren selbst aus Buenos Aires angereist!
Wir haben trotzdem einen guten Stellplatz gefunden.

Wir begehen den Geburtstag mit dem letzten “Original Dr. Oetker” Schokopudding, den wir mitgebracht hatten.
Ich pflücke Norbert morgens einen frischen Geburtstagsblumenstrauß.

Der nächste Tag (Sonntag) war für Viele, außer den Tagesgästen, Abreisetag. Wir konnten dann unser Auto an einen schöneren, schattigeren Platz, direkt unter ein paar Bäume stellen.
Bei den Bäumen handelte es sich um eine Gruppe von “Mistol”-Bäumen (https://es.wikipedia.org/wiki/Ziziphus_mistol). Das ist ein einheimischer Baum mit ziemlich harten, aber süßen Beeren, aus denen hier unter anderem Sirup und Marmeladen hergestellt werden. Die Früchte waren gerade reif und die ganze Nacht hagelte es Beeren auf unser Autodach – klick-klack-klick-klack-klick-klack. 🙁
Das Hauptproblem waren aber die Moskitos. Da wir für die 2 Nächte nicht das Dachzelt mitgenommen hatten, sondern es uns auf einer Matratze im Auto bequem machen wollten, hatten wir keinerlei Insektenschutz. Obwohl wir uns eingesprüht hatten und versuchten, uns (bei hochsommerlichen Temperaturen) komplett unter das Deckbett zu verkriechen, war die Nacht einfach entsetzlich.
Unser Ventilator wäre die Lösung gewesen – aber Norbert meinte, den hätten wir vergessen einzupacken.

Beim Packen am nächsten Morgen taucht er aber dann doch auf – leider zu spät 🙁
Ein paar der Beeren, die uns die ganze Nacht geärgert hatten, möchte ich dann aber doch noch mitnehmen. Daraus kann man wohl auch einen leckeren Tee, ähnlich wie aus unseren Hagebutten, machen.
Vor der Abreise noch ein Selfie mit dem Río Quilpo im Hintergrund

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